Warum Entspannung wichtig ist

Wie wichtig es ist, sich Pausen zu nehmen und zu entspannen, habe ich erst im Laufe des Lebens gelernt. Leider wird uns das nicht von klein auf beigebracht, mir zumindest nicht. Unsere Gesellschaft ist viel zu sehr auf Leistung aus, als dass es um das Wohlbefinden des Menschen geht. Umso wichtiger, dass wir uns selber darum kümmern .

Oftmals sind wir so sehr in unserem Alltag gefangen, dass wir uns selber dabei vergessen. Der Tag ist voll mit To Dos, die abgearbeitet werden müssen, sei es für die Arbeit, die Kinder, das Einkaufen oder andere Aufgaben, die wir in der Freizeit erledigen müssen oder auch wollen. Und zack, ist schon wieder ein Tag vorbei und du hattest keine 5 Minuten für dich. Zeit, um einfach mal durchzuatmen, um kurz die Augen zu schließen.

Warum eigentlich nicht? In erster Linie, weil wir es vergessen oder andere Dinge als wichtiger erachten.

Du darfst dich wieder daran erinnern, dass du wichtig bist! Und dass Pausen wichtig sind.

Denn nur, wenn du dir immer wieder eine Entspannungspause gönnst, kannst du Kraft tanken für alles andere, was ansteht.

Nun fragst du dich vielleicht: wie soll ich das denn machen? Auf Knopfdruck entspannen? Ja, das geht! Man kann Entspannung lernen! Das wird dir dabei helfen, deine Gedanken abzuschalten und dich selber wieder mehr wahrzunehmen und zu spüren.

Entspannung_mit_YogaNidra
So entspanne ich nachmittags mit Yoga Nidra – Enka auch 🙂

Erst einmal zu mir und meiner Vergangenheit:

Während des Studiums habe ich die Signale meines Körpers noch nicht wahrgenommen und kannte die Wichtigkeit von Entspannung noch nicht. Neben dem Lernen für die nächsten Prüfungen, war ich viel mit Freunden unterwegs, auf Partys, in Bars, im Kino, wo auch immer. Nur nicht bei mir. Und so kam es, dass ich mit Panikattacken ins Krankenhaus gefahren wurde. Die Untersuchungen stellten nichts Auffälliges fest. Mein Hausarzt bescheinigte mir allerdings ein paar Tage später ein Burnout.

Wow, Burnout! In dem Alter. Wer hätte damit gerechnet? Also ich nicht. Ich war ausgeknockt, hatte auf nichts mehr so richtig Lust. Von heute auf morgen war alles anders. Natürlich gab es vorher schon einen schleichenden Prozess bis zu diesem Moment, den habe ich aber nicht wahrgenommen. Seit dem Zeitpunkt des Burnouts habe ich schon einiges in meinem Leben geändert und besser auf mich geachtet. Dass Pausen sehr wichtig für mich sind, habe ich allerdings erst später so richtig verstanden. Denn immer wieder habe ich mich und meinen Körper überbeansprucht. Viele Menschen haben diese Tendenz.

Dazu kommt, dass unsere Welt immer hektischer wird, Stress ist allgegenwärtig. Ich kenne kaum jemanden, der nicht von Stress geplagt ist. Und Stress muss ja gar nicht durch den Job kommen. Viele Menschen denken, dass man nur gestresst sein kann, wenn man arbeitet. Nein, auch jemand, der keinen Job hat, kann gestresst sein. Du kannst in der Familie Stress haben, durch gesellschaftlichen Druck, durch eigene Ansprüche oder vieles mehr. Geist und Körper stehen oft unter Dauerbelastung. Genau hier liegt das Problem:

Dauerhafter Stress kann zu gesundheitlichen Problemen wie Schlafstörungen, Bluthochdruck oder wie bei mir damals sogar zu Burnout führen. Deshalb ist Entspannung kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

Entspannung – was ist das?

Entspannung ist der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden und einem gesünderen Leben. Sie hilft dabei, Stress abzubauen, das Immunsystem zu stärken und unsere Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Zudem sorgt sie für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und steigert unser allgemeines Glücksgefühl. Wer regelmäßig entspannen kann, fühlt sich nicht nur ruhiger, sondern ist auch belastbarer im Alltag. Und damit will ich nicht sagen, dass wir uns immer mehr Last aufbürden müssen. Nein, wir können durch Entspannung lernen, mit den „normalen“ Lasten des Alltags besser umzugehen.

Wie Entspannung finden?

Glücklicherweise gibt es viele Wege, um Entspannung zu lernen und bewusst in den Alltag zu integrieren. In meiner Ausbildung zur Entspannungstherapeutin habe einige gelernt, einige kannte ich auch vorher schon. Ich möchte dir hier ein paar bewährte Methoden mitgeben. Vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei? Etwas, das du einmal ausprobieren möchtest?

1. Achtsamkeit und Meditation

Meditation und Achtsamkeitsübungen helfen, den Geist zu beruhigen und im Moment zu verweilen. Schon wenige Minuten Meditation täglich können Stress spürbar reduzieren.

2. Bewegung und Sport

Sportliche Aktivitäten wie Yoga, Spaziergänge oder sanftes Stretching wirken nicht nur körperlich entspannend, sondern auch mental befreiend.

3. Atemübungen

Ruhiges, bewusstes Atmen kann den Körper schnell entspannen. Die Bauchatmung (du lenkst den Atem bewusst in denen Bauch, lege dafür gerne eine Hand auf deinen Bauch) oder die Verlängerung des Ausatmens (zähle bei der Einatmung bis 4, bei der Ausatmung bis 6) sind einfache Techniken, um innere Ruhe zu finden.

4. Progressive Muskelentspannung

Bei dieser Entspannungsmethode nach Jacobson werden verschiedene Muskelgruppen gezielt angespannt und dann wieder entspannt – ideal für Menschen, die ihre körperliche Anspannung lösen möchten.

5. Hobbys und kreative Tätigkeiten

Malen, Singen, ein Musikinstrument spielen oder Schreiben können helfen, vom Alltag abzuschalten und einen Zustand tiefer Entspannung zu erreichen.

6. Auszeiten bewusst nehmen

Regelmäßige Pausen, kleine Rituale wie ein Tee am Nachmittag oder ein entspannendes Bad können helfen, sich zu erholen und neue Energie zu schöpfen.

Was ich selber davon umsetze? Fast alles. Nur die Progressive Muskelentspannung so gut wie nie. Obwohl ich sie sehr gerne mag, allerdings kann ich ja nicht alles machen :-). So habe ich mich für andere Entspannungsübungen entschieden. Bereits morgens nehme ich mir Zeit für mich und dafür, entspannt in den Tag zu starten. Meistens ist es eine Kombination aus Schreiben, danach Yoga, Meditation und Atemübungen. Hier kannst du mehr zum Thema Morgenroutine lesen und hier ganz gezielte Tipps für die Umsetzung deiner eigenen Morgenroutine.

Fazit

Entspannung ist essenziell für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Wer lernt, gezielt zu entspannen, profitiert langfristig von mehr Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Lebensqualität. Egal ob durch Meditation, Bewegung oder kreative Aktivitäten – jeder kann eine für sich passende Entspannungsmethode finden und aktiv in den Alltag integrieren. Gönn dir also bewusst Momente der Ruhe – dein Körper und Geist werden es dir danken!

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